HEILIGE –  VORBILDER  –  WEGWEISER  -  FREUNDE

Die Barmherzigkeit leben - Die Hl. Elisabeth

Wir feiern sie in diesen Tagen (19. Nov.), ist nicht von ungefähr die Patronin vieler Frauenvereine, hat sie doch das Mütterliche auf dem Fundament der christlichen Liebe bis zum Letzten gelebt.

1207 als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. geboren kam sie im Alter von vier Jahren auf die Wartburg, um später mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen vermählt zu werden, als 14-jähriges Mädchen. - Schon als Kind hatte sie ein Herz für das Gesinde des Hofes, für die Armen.

Frau und Mutter innerhalb der Kirche

Sie war für ihre Zeit eine sehr eigenständige Frau und zugleich eine tief Glaubende. Das emanzipatorische und feministische Extrem einzelner Frauenvereine heute, sich als forderndes Gegenüber oder sogar gegen die Kirche zu verstehen, ist bei ihr nicht zu finden. Auch die oft angepriesene weibliche Selbstverwirklichung contra Männerwelt ist auf dem Mist eines unheiligen Geistes gewachsen und trägt da und dort sogar eher ketzerische Züge mit einem Hauch von Sehnsucht nach Hexerei. Neu aufgekommene heidnische Rituale – manchmal in scheinbar kirchl. Kursen angeboten - bestätigen diese Tendenz.

Elisabeth von Thüringen wusste sich durch eine tiefe Verbundenheit mit der Kirche und dem persönlichen Seelenführer, dem sie sich im Gehorsam verpflichtet sah, vor solchen allfälligen Verirrungen zu schützen. Zutiefst verwurzelt im sakramentalen Leben der Kirche Christi begann in ihr und schliesslich durch sie der Lebensbaum der göttlichen Barmherzigkeit zu wachsen und für die Armen Früchte zu tragen.

Von Christus ergriffen

Das ist wohl das erste, das sie so in Bewegung gebracht hat, um in den Armen Kinder Gottes zu sehen und ihm so zu dienen. Christus, der selber die Barmherzigkeit in Person ist, dem es nur um eines ging, die der Sünde unterworfene Welt insbesondere das Ebenbild Gottes als Krone der Schöpfung zu erlösen und zur ursprünglichen Schönheit zurückzuführen, von ihm war sie begeistert.

Im Opfer Gottes Willen erkennen,

in allem Unabänderlichen einfach das Beste zu versuchen und seiner Vorsehung felsenfest zu vertrauen, also nicht etwa mit der Umwelt unzufrieden untätig herumzusitzen, sondern zu dienen, das scheint mir ihr Schlüssel zu ihrem Erfolg gewesen zu sein. Alle Demütigungen ertrug sie betend und wenn sie sich wehrte, dann zugunsten der Armen. Aus dieser inneren begnadeten Kraft und christlichen Zuversicht heraus vermochte sie Hand anzulegen, wo die Not sie rief und trotz aller Schikanen, mit denen man sie zu behindern versuchte.

Bei allen politischen Motiven wurde die Ehe zwischen Ludwig und Elisabeth eine glückliche Ehe. Gegen alle höfische Etikette scheute sie sich nie, ihre Liebe zum Gatten spontan zum Ausdruck zu bringen, während er bei allem, was sie für die Armen entäusserte, immer voll zu ihr stand.

Als Ludwig 1227 zum Kreuzzug ins Hl. Land aufbrach, begleitete sie ihn 2 Tagesreisen weit. Nach dem schmerzlichen Abschied zurückgekehrt, trug sie nun schwarze Witwenkleider. Wenige Wochen darauf erfuhr sie, dass ihr Mann plötzlich an einer Seuche gestorben war. Im Vertrauen auf Gottes Vorsehung floh sie von der Wartburg im Gewand der Armen, um in ihnen Christus zu begegnen.

Selber arm – voll erbarmen

Äusserlich arm, entwickelten sich in ihr immer mehr die Schätze der Gnade und des Geistes. Sich selber zu schenken ist viel erfüllender und kostbarer als glanzvolle irdische Geschenke. Selber arm geworden erhoffte sie sich den Reichtum der Liebe Gottes, die Zuwendung der Armen, aber auch die Einsicht und das Erbarmen für die Bösen.

Christus nahm in ihr Gestalt an. In ihr durften die in Notgeratenen Gottes Zuwendung und Barmherzigkeit erfahren. Wenn sie von der Zurückgezogenheit des Betens kam, schrieb ihr Seelenführer an den Papst, dann leuchtete häufig ihr Gesicht, und aus ihren Augen drangen Strahlen wie von der Sonne.

 

MITTEILUNGEN DER  PFARREI  /  NEWS  /  INFOS  AUS  WELT  UND  KIRCHE

Fortsetzung von Seite 2 – Vorbilder / Heilige: Hl. Elisabeth

Ihre Kinder gab sie in andere Hände, um deren standesgemässe Erziehung sicherzustellen. Danach konnte ihr Beichtvater sie nur mit Mühe davon abhalten, ihr gesamtes Vermögen zu verschenken und von Tür zu Tür betteln zu gehen. Damit erbaute sie in Marburg ein Spital, sammelte die Kranken und Schwachen und setzte die Elendesten und Verachtesten zu sich an den Tisch. Am 17. November 1231 nach kurzer Krankheit gestorben, wurde sie nach ihrem Wunsch nur im abgetragenen Hemd begraben und bereits vier Jahre danach von Papst Gregor IX. heiliggesprochen.

Der barmherzige Erlöser Jesus Christus möge auf die Fürbitte dieser bewundernswerten und opferbereiten Frau und Mutter auch uns zu einem in der christlichen Einfachheit erfüllten Leben echter Gottes- und Nächstenliebe verhelfen. Er schenke unserer Zeit Menschen, die nach dem Beispiel Elisabeths bereit sind, durch ein Beispiel der Ganzhingabe und Treue betend und opfern der Verwahrlosung in Ehe, Familie und Gesellschaft entgegenzuwirken und so jene, denen sie begegnen, in den heilenden Strom göttlicher Barmherzigkeit zu stellen. - Pfr. Rudolf Nussbaumer 

PRAY-DAY – Europäisches Schulgebet: Dienstag 14. Nov. 17

Der Prayday ist eine Gebetsinitiative verschiedener christlicher Jugendorganisationen. Er findet jedes Jahr am dritten Dienstag im November statt. Schülerinnen und Schüler treffen sich zum gemeinsamen Gebet, weil ihnen ihre Schule wichtig ist. Gebet verändert Leben. Jugendliche, die das erlebt haben, werden jeden Tag des Jahres zum Prayday machen.

Auch in Steinen, läuten die Glocken zu Beginn der Dienstagmorgen-Pause, um die Eltern oder Kranke zuhause einzuladen, zur selben Zeit im Gebet für Schüler, Lehrer, Eltern und Erzieher verbunden zu sein. Selbstverständlich können Eltern und Grosis oder weitere Freunde unserer Kinder auf 09.45 Uhr auch in die Aula (Untergeschoss) kommen und im kindlichen Beten live dabei sein.

Bettelpredigt am 5. November

Erneut wird an diesem Sonntag der uns nicht mehr unbekannte P. Vincent George die Bettelpredigt halten.

Papst Franziskus warnt vor Islamisierung

Wien (kath.net; 21.10.17) Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet, übte Papst Franziskus Kritik an Kardinal Schönborn. „Ich habe zur Islamisierung einen anderen Zugang als Ihr Kardinal“, sagte er knapp vor den Nationalratswahlen bei einer Privataudienz für eine kleine Gruppe von Katholiken aus Österreich. Er halte „nichts von falsch verstandener Toleranz“, es fehle ihm „das Missionarische bei dieser Debatte“. 
Seine grösste Sorge sei nicht die Ausbreitung des Islam selbst, sondern die „indifferente Haltung“ der Katholiken zu ihrem eigenen Glauben, aus der diese falsch verstandene Toleranz führe.

 

Herzliche Gratulation - Folgenden Jubilaren dürfen wir zum Geburtstag gratulieren:

70 Jahre: Iseli Margot, Abenruh 1, am 19. Nov.,

75 Jahre: Marinaro Rosa, Nagelstr. 24, am 12. Nov.,

80 Jahre: Bachmann Martha, Im Adelmann 7, am 11. Nov., Steiner Rosmarie, Bächirainstr. 14, am 22. Nov.

90 Jahre: von Euw Marie, Herrengasse 11, am 12. Nov.

Wir gratulieren Ihnen allen ganz herzlich und wünschen einen frohen Festtag

und für die Zukunft, Gesundheit und Gottes Segen!

 

MITTEILUNGEN

Elisabethenfeier - Sonntag, 12. Nov. 2017 um19.30 Uhr

Die Schutzpatronin der Frauengemeinschaft Steinen ist die Heilige Elisabeth von Thüringen. Deshalb besuchen wir gemeinsam am Sonntag, 12. November 2017 um 19.30 Uhr die Abendmesse. Die Besinnung steht unter dem Gedanken «Arm und doch glücklich!». Anschliessend beim gemütlichen Kaffee- und Kuchentreff werden auch alle Neumitglieder herzlich willkommen geheissen. Es würde uns freuen, wenn viele mit uns diesen Abend verbringen würden. – Vorstand der Frauengemeinschaft Steinen