HEILIGE – VORBILDER – WEGWEISER - FREUNDE

ZUM FEST DES HL. JAKOBUS AM 25. JULI

Jakobus der Ältere, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, war wie sein jüngerer Bruder Johannes (der Evangelist) ebenfalls Fischer am See Gennesaret. Der Herr berief gleichzeitig beide Brüder, die wegen ihres stürmischen Temperament »Donnersöhne« genannt wurden. Mit Petrus gehörten Jakobus und Johannes zu den bevorzugten Jüngern, die bei der Erweckung der Tochter des Jairus, bei der Verklärung auf dem Berge und beim Leidensbeginn im Garten Gethsemani zugegen waren. Zudem werden sie von Paulus in Galater 2,9 als die drei «Säulen der Kirche» genannt.

Jakobus war der erste aus dem Kreis der Apostel, der um Ostern 44 durch König Herodes Agrippa den Martertod erlitt. Nach alter spanischer Überlieferung wurde der Leib des Apostels nach Santiago de Compostela gebracht und dort im 9. Jh. von Bischof Theodomir von Iria aufgefunden. Seitdem entwickelt sich dort am Grab des Apostels die Wallfahrt, die vom 10. bis zum 15. Jh. in der ganzen Christenheit berühmt war. Aus allen christlichen Ländern führten Pilgerstrassen nach Compostela, die mit Jakobuskirchen und Hospizen gesäumt waren. Zeitweise genoss Jakobus von allen Aposteln die grösste Verehrung beim Volk.

 

Johannes Chrysostomus (+ 407) aus einer Predigt über Jakobus und Johannes

Die Söhne des Zebedäus bedrängten Jesus mit den folgenden Worten: „Lass in deinem Reich den einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen.” Was antwortet Jesus? Er weist darauf hin, dass sie etwas Ungeistliches erbeten haben und dass sie es nicht gewagt hätten zu bitten, hätten sie gewusst, um was sie baten. Er sagt: „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet”, wie gross und wunderbar das ist und wie sehr es selbst die Kraft der Mächte im Himmel übersteigt. Dann fährt er fort: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?“ Er will damit sagen: Ihr sprecht von Ehren und Kränzen, ich aber rede von Kampf und Schweiss. Denn noch ist nicht die Zeit für den Siegerpreis, noch erscheint meine Herrlichkeit nicht. Die Gegenwart ist eine Zeit von Mord, Kampf und Gefahr.

Beachte auch, wie er sie durch die Art seines Fragens behutsam in die von ihm gewollte Rich­tung lenkt! Er sagt nicht: ,,Könnt ihr den gewaltsamen Tod auf euch nehmen? Könnt ihr euer Blut vergiessen?“, sondern er fragt: ,,Könnt ihr den Kelch trinken?“, und um sie an sich zu ziehen, fügt er hinzu: ,,den ich trinke“, damit sie durch die Gemeinschaft mit seiner Person bereitwilliger werden. Dann nennt er das Trinken des Bechers eine Taufe, um zu zeigen, dass der Erdkreis dadurch die grosse Läuterung erfahren soll. Sie antworten ihm: ,,Wir können es.“

In der Bereitwilligkeit ihres Herzens versprechen sie es sogleich, ohne zu wissen, was sie da sagen, und erwarten die Gewährung ihrer Bitte. Und was sagt Jesus? ,,Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.“ Eine grosse und schöne Verheissung gibt er ihnen, nämlich, ihr werdet des Martyriums gewürdigt und müsst ebenso leiden wie ich. Mit einem gewaltsamen Tod werdet ihr euer Leben beschliessen, und darin werdet ihr meine Gefährten sein. ‘’Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe ich nicht zu vergeben; dort werden die sitzen, die für diese Plätze bestimmt sind.“ Erst erhebt er ihren Geist auf eine höhere Ebene und wappnet sie gegen Traurigkeit, dann erst rückt er ihre Bitte zurecht.

„Die zehn andern Jünger wurden sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes.’’ Sieh, wie unvollkommen sie alle waren, die einen, weil sie Vorrang vor den zehn haben wollten, die anderen, weil sie die beiden beneideten. Doch zeige mir, was dann aus ihnen geworden ist, und du wirst sehen, dass sie von all diesen Leidenschaften frei geworden sind. Höre, wie derselbe Johannes, der jetzt mit dieser Bitte an den Herrn herangetreten ist, überall dem Petrus den Vortritt lässt, sowohl in den Reden zum Volk als auch bei den Wundertaten in der Apostelgeschichte. Und was Jakobus anbelangt: er lebte nicht mehr lange. Von Anfang an erfüllte ihn eine solche Glut, dass er alles Menschliche hinter sich liess, zu unsagbarer Höhe emporstieg und schon bald den Tod erlitt.

(aus dem Stundengebet der Kirche I/16)

 

MITTEILUNGEN  DER  PFARREI  /  NEWS  /  INFOS  AUS  WELT  UND  KIRCHE

Liebe Pfarrblattleser, mitten in den Sommerferien – nämlich am 27. Juli -  wäre das 700-Jahr-Weihe-Jubiläum unserer jetzigen Pfarrkirche. Es mag sein, dass in früheren Zeiten, der eigentliche Weihetag auch am Werktag gefeiert wurde. Das ist heute kaum mehr möglich. Darum rufen wir während des Jahres immer wieder in Erinnerung, dass das historische Erbe aus der Zeit des Steiner-Viertel verpflichtet. Darum haben wir – wie es im Judentum und auch in der Kirche bis nach dem 2. Vat. Konzil üblich war – Hochfeste wie auch das Fest unseres 2. Kirchenpatrons Johannes des Täufers 8 Tage gefeiert. So ist sicher auch das Patrozinium am 22. Juli ein besonderer Tag. Am 27. Juli wird es in der Pfarrkirche mindestens eine feierliche Betsingmesse mit Glockengeläute wie an Fest- und Sonntagen geben.
 

FROHE UND ERHOLSAME SOMMERFERIEN

wünschen wir allen, denen freie Zeit geschenkt ist!

Pfr. Rudolf Nussbaumer, Vikar Markus Lussy und Pfr. Erich Camenzind


Englisches Krankenhaus tötete 456 Patienten mit Schmerzmitteln:
Eine öffentliche Untersuchung des Gosport War Memorial Hospital hat ergeben, dass in dem zum staatlichen National Health Service (NHS) gehörenden Krankenhaus während eines Zeitraums von 12 Jahren mindestens 456 Menschen durch hoch dosierte Schmerzmittel getötet worden sind. Der Bericht der Untersuchungskommission identifizierte die mittlerweile pensionierte Ärztin Jane Barton als Hauptverantwortliche für die Tötungen, er enthüllte aber auch eine Kultur der Euthanasie in dem Krankenhaus, die von der Leitung und den Krankenpflegern getragen wurde. Bereits 1988 und 1991 hatten Krankenschwestern den Verdacht geäußert, dass Patienten durch die Verabreichung von Opiaten getötet würden. 1998 erhoben Angehörige von Verstorbenen erstmals die Forderung nach einer Untersuchung der Todesfälle. (kath.net – 2.7.18)

Massaker an Christen in Nigerias Bundesstaat Platea: Kelkheim (kath.net/Open Doors) Das christliche Hilfswerk Open Doors meldet tödliche Angriffe seitens Fulani-Viehhirten auf etwa ein Dutzend christliche Dörfer im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau im Zeitraum 21. bis 25. Juni. Eine genaue Anzahl der Ermordeten liegt noch nicht vor. Die bislang bekannten Details lassen jedoch einen der schwersten Angriffe der letzten Jahre auf die christliche Gemeinde erkennen. Mindestens 200 Christen verloren ihr Leben, viele grausam niedergemetzelt. Eine Quelle, die unerkannt bleiben will, berichtet: "Was dieses Wochenende geschehen ist, geht weit über Siedler-Hirten-Streitigkeiten hinaus. Es zeigt den Plan der Angreifer, Nigeria zu islamisieren.“
 

Er wird dargestellt als Apostel mit Buch oder als Pilger mit Stab, Beutel und Pilgermuschel. Für "Jakobus" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Jakobus, Jakob, Giacomo, Jabbo, Jack, Jacqueline, Jacques, Jago, Jaime, Jakobine, James, Jascha, Jim, Jimmy, Jockel, Koeb

Patron Spaniens; der Krieger, Pilger, Arbeiter, Lastenträger, Hutmacher, Wachszieher, Kettenschmiede, Apotheker, Drogisten; für das gedeihen der Äpfel (Jakobi-Äpfel) und Feldfrüchte; des Wetters; gegen Rheumatismus.  (aus: heilige.de)